Kreisliga Cuxhaven, VfL Wingst - SG Frelsdorf/Appeln/Wollingst         2:6

Mit sechs Toren zur Hochzeitsfeier

SG Frelsdorf/Appeln/Wollingst dreht einen 0:2-Rückstand zur Pause in einen 6:2-Sieg um und übernimmt die Tabellenführung....(ein Bericht von Fupanet)

Damit hat sich das Team von Chris Müller an die Tabellenspitze geschossen. Die Hochzeitsfeier am Sonnabend von Abwehrspieler Johannes von Glahn dürfte nach dem Sieg beim Aufsteiger zum Selbstgänger werden.

„Unser Trainer hat uns in der Halbzeitpause in seiner ruhigen und sachlichen Art optimal eingestellt. Das war das beste Comeback nach einem 0:2-Rückstsand nach 45 Minuten und war eine Kollektivleistung von A bis Z“, sagte Kevin Juschkat, der insgesamt drei Tore zum Auswärtssieg am Olymp beitrug. Sein Doppelschlag mit Fernschüssen auf dem seifigen Rasenplatz, der trotz der Regenfälle gut zu bespielen war, drehte komplett das Spiel.

Das hatten sich die VfL-Fans in der Halbzeitpause bei der Grillbratwurst noch ganz anders vorgestellt, da ihre Elf eine gute erste Halbzeit spielte und nach Toren von Hendrik Peter (18.) und Patrick Mentz (31.) verdient führte. Wer weiß, wie die Partie ausgegangen wären, wenn Max Meyer in der 37. Minuten von der Strafraumgrenze das 3:0 erzielt hätte, doch sein Volleyschuss strich über den Querbalken von FAW-Keeper Christian Hildebrandt.

Timo Horeis (8.) und Niklas Städtler (9.) hatten die ersten „Duftmarken“ gesetzt. Nach dem 0:1 zeigten sich die Gäste nicht geschockt, waren aber im ersten Abschnitt nicht entschlossen genug.

Das sollte sich nach dem Wechsel völlig ändern. „Die beiden schnellen Tore von Kevin haben uns nach vorne gespült. Allerdings hatten wir nach unserer Drangperiode zwischen der 59. und 71. Minute eine Schwächephase, aber das 3:2 durch Niklas Städtler war der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Coach Chris Müller gleich nach dem Sieg.

Müller meinte die 61. Minute, als VfL-Spieler Peter Hendrik alleine vor Hildebrandt auftauchte, aber am Schlussmann scheiterte.

„Die Niederlage ärgert mich. Frelsdorf hat immer mit dem gleichen Muster Erfolg gehabt. Lange Bälle auf Beardi und Städtler, die dann Juschkat in Szene gesetzt haben. Davor habe in der Halbzeitpause gewarnt. Nach dem 2:4 durch Beardi hat sich meine junge Mannschaft hängen gelassen. Wir haben in der laufenden Saison schon häufig geführt und mussten dann durch individuelle Fehler Punkte abgeben. Ich habe fünf 18-Jährige im Kader. Der Reifeprozess wird länger dauern“, resümierte Raschke die Heimniederlage, auch mit Blick auf das schwere Auswärtsspiel beim TSV Stotel.

Nach dem 4:2 hatten die FAW sichtlichen Spaß und wollte mehr. Fabian Behnke erhöhte neun Minuten vor dem Ende zum 2:5. Juschkat krönte seine Leistung mit dem 2:6 (86.) und durfte danach frühzeitig unter die Dusche. Doch der dreifache Torschütze blieb auf dem Platz und feierte mit seinen Mannschaftskollegen den fünften Sieg in der noch jungen Saison. Während die FAW im Kreis „Spitzenreiter, Spitzenreiter, Spitzenreiter“, sang, analysierte Stephan Raschke mit seiner Mannschaft die desolate zweite Halbzeit: „Männer, das war gar nichts. Das Deckungsverhalten war katastrophal. Darüber müssen wir uns Gedanken machen. Am Dienstag sehen wir uns beim Training wieder“, so der Übungsleiter, der seit knapp zehn Wochen für die Kicker in der Wingst verantwortlich ist.

Das Maß war voll. Ob einigen Spielern am Wochenende das Bier beim Oktoberfest in München wieder schmeckt, muss abgewartet werden. Dagegen dürfte bei der FAW auf der Hochzeitsfeier die Post so richtig abgeben.

Es spielten Benjamin Maire (Tor), Conrad Huffmann, Nils Erdmann (59.Jan Greinke), Tim Schlobohm, Marvis Wobser, Niklas Hinck, Max Meyer, Hendrik Peter, Hendrik Vagts, Patrick Mentz (87. Stefan Kutzinksi), Timo Horeis.

Quelle: Fupanet